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Unseriöse Leasingverträge bei Peugeot und Citroen: Bank verkleinert Schriftgröße kritischer Klauseln

Rechtsanwalt Tobias Goldkamp am 13. Juni 2012

Offenbar haben zu viele Kunden die Abzock-Klauseln in Leasingverträgen der Hausbank von Peugeot und Citroen bemerkt: Die Bank hat kurzerhand die Schriftgröße verkleinert.

Die für Leasingnehmer nachteilhafte Restwertausgleichsklausel ist nach wie vor im Vertrag enthalten. Aber sie ist jetzt kleiner gedruckt, so dass sie noch leichter überlesen werden kann.

Die vorher in ca. 3 Millimeter kleinen Buchstaben gedruckte Klausel ist in seit 2009 von der Banque PSA Finance S.A. eingesetzten Vertragsformularen noch weiter verkleinert worden. Praktisch der gesamte Vertragstext ist nun in nur noch ca. 1,5 Millimeter kleinen Buchstaben gedruckt.

Restwert-Falle von Peugeot und Citroen

Zurzeit wird ein Großteil der Leasingfahrzeuge aus dem Jahr 2009 zurück gegeben und abgerechnet, weil häufig eine Laufzeit von drei Jahren vereinbart ist. Bei der Rückgabe erleben viele Kunden eine böse Überraschung, weil sie mit hohen Nachforderungen der Hausbank von Peugeot und Citroen konfrontiert werden.

Zu kleine Schrift kann zur Unwirksamkeit führen

In Zusammenhang mit der verbraucherfeindlichen Restwertklausel, die zu Leasing-Nachzahlungen von mehreren tausend Euro führen kann, drängt sich der Verdacht auf, dass die Verantwortlichen der Bank die Gestaltung bewusst gewählt haben, um den Kunden davon abzuhalten, das vierseitige Formular durchzulesen.

Die Verwendung schlecht lesbarer Klauseln kann dazu führen, dass Gerichte die Klausel für unwirksam erklären.

Wir bieten Betroffenen eine kostenlose Vorprüfung von Vertrag und Abrechnung an.

 
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