Bankrecht | Erbrecht

Erben entdecken oft nicht alle Konten

Rechtsanwalt Tobias Goldkamp am 4. Februar 2008

Berichte über eine Mailing-Aktion der Postbank werfen derzeit ein Schlaglicht auf das Problem: Die Banken führen viele Konten Verstorbener, ohne dass deren Erben hiervon erfahren.

Die Banken erlangen nicht zwangsläufig vom Tod eines Kunden Kenntnis. Umgekehrt wissen die Erben oft nicht über alle Konten des Erblassers Bescheid.

Im Zweifelsfall sollte daher mehr Mühe darauf verwandt werden, Auskünfte bei den Banken einzuholen. Leider zeigt sich, dass die Banken die Auskunftsansprüche der Erben meist zögerlich und manchmal auch unvollständig erfüllen. Hier spielt wohl die Angst der Banken eine Rolle, der Erblasser werde vorhandenes Kapital wohlmöglich abziehen.

Besondere Brisanz hat die Unkenntnis über Bankverbindungen dann, wenn Schulden des Erblassers nicht erkannt werden. Da die Ausschlagungsfrist im Regelfall nur sechs Wochen beträgt, kann es schnell zu spät sein, um einen überschuldeten Nachlass abzulehnen.

Die beste Lösung solcher Probleme hat immer der Erblasser in der Hand: Er kann durch eine sorgfältige Dokumentation seiner Vermögensverhältnisse den Erben Arbeit und Ärger ersparen.

 
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