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Muss ich für die Schulden meines Gatten aufkommen?

Rechtsanwalt Volker Stadtfeld am 21. März 2013

Man haftet grundsätzlich nicht für die Schulden des Ehegatten mit, nur weil man verheiratet ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob diese Schulden aus der Zeit vor der Ehe stammen oder während der Ehe entstanden sind.

Eine kleine Ausnahme gilt für Verbindlichkeiten, die aus „Geschäften zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs der Familie“ resultieren, z.B. wenn beim Bäcker angeschrieben wird. Dafür müssen dann beide Ehegatten gerade stehen.

Ansonsten kann eine Mithaftung natürlich bestehen, wenn man sich für den Ehegatten verbürgt hat oder den Kreditvertrag mit unterschrieben hat.

Allerdings wird zugunsten der Gläubiger gesetzlich vermutet, dass die im Besitz des Schuldners oder beider Ehegatten befindlichen Sachen dem Schuldner gehören. Sie können also zunächst einmal gepfändet werden.

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall, sondern enthält nur allgemeine Hinweise zur aufgeworfenen Frage. Wenn Sie ebenfalls allgemeine Fragen zum Familienrecht haben, die in diesem Blog beantwortet werden können, können Sie den Autor über das Kontaktfeld gerne anschreiben. Die Antworten werden in dieser Kategorie veröffentlicht.

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