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Bestellbestätigung eines Internethändlers stellt keine Angebotsannahme dar

Rechtsanwältin Verena Daniels am 3. August 2010

Urteil des AG München v. 04.02.2010 – 281 C 27753/09.

Wie aus dem nunmehr rechtskräftigen Urteil des AG München vom 04.02.2010 hervorgeht, stellt eine Bestellbestätigung eines Internethändlers keine Annahme des in der Bestellung liegenden Kaufvertragsangebots des Kunden dar.

Das Gericht führt aus, dass das Anbieten von Waren auf der Homepage eines Internetshops dem Auslegen von Waren im Supermarktregal entspreche und daher kein Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots darstelle. Demzufolge sei erst in der Bestellung des Kunden das Angebot zu sehen, welches der Händler annehmen müsse.

Das AG München führt aus, dass eine Annahme insbesondere nicht in der Übersendung von Bestellbestätigungen liege. Diese bestätigten nur den Eingang der Bestellung, sagten aber nichts über eine etwaige Annahme des Angebots aus. Weiter räumt das AG München ein, dass in der Übersendung der Ware zwar grundsätzlich eine Annahme liegen könne. Dies sei aber nur dann der Fall, wenn auch tatsächlich die bestellte Ware geliefert werde.

 
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